Fahrsicherheitstraining

In der Fahrschule wird das Fahren in der Theorie und Praxis beigebracht. Praktische Erfahrungen unter extremen Bedingungen stehen jedoch eher nicht auf dem Stundenplan. Dies kann bei einem Fahrsicherheitstraining speziell trainiert werden. Wir geben dazu nachfolgend einen kurzen Überblick.

Fahrsicherheit
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Moderne Fahrsicherheitszentren

In den letzten Jahren hat sich der Bereich der Fahrsicherheitstrainings sehr stark professionalisiert und das Angebot ist breiter geworden. Früher wurde beispielsweise der örtliche Supermarktparkplatz am Sonntag mit Pylonen zum Trainingsort umfunktioniert, heute gibt es moderne Fahrsicherheitszentren, die nur für diesen Zweck gebaut wurden und sieben Tage in der Woche in Betrieb sind. Oftmals sind die Fahrsicherheitszentren großzügig angelegt mit mehreren Stationen wie Kreisbahnen und Wasserhindernissen, so dass mehrere Gruppen parallel trainieren können.

Das Fahrsicherheitstraining besteht in der Regel aus einem theoretischen und praktischen Teil. In dem theoretischen Teil werden beispielsweise die optimale Sitzposition, Ladungssicherung und die Erwartungen sowie gemachten Erfahrungen der praktischen Übungen besprochen. Der Schwerpunkt liegt in der Praxis, typische Fahrübungen sind Vollbremsung, Bremsen auf unterschiedlichen Untergründen, Slalom, Kurventraining auf unterschiedlichen Untergründen sowie Ausweichen vor Hindernissen oder auch Schräglagentraining für Motorradfahrer. Auch wird bei manchen Trainings ein platzender Reifen oder Fahren bei Glatteis simuliert.



Trainingsstufen und zielgruppenspezifische Trainings

Viele Fahrtrainings sind Tagesveranstaltungen, sie dauern 8 Stunden mit kurzen Pausen. Es werden in der Regel mehrere verschiedene Trainings angeboten, entweder unterschiedliche, aufeinander aufbauende, Trainingsstufen oder Trainings, die eine bestimmte Zielgruppe haben wie z.B. Fahranfänger, Frauen, Senioren, Motorradfahrer, GespannfahrerInnen oder WohnmobilfahrerInnen. Neuerdings werden auch spezielle Trainings für Oldtimer angeboten, ein älteres Fahrzeug ohne ABS oder ESP reagiert ganz anders als ein modernes Fahrzeug mit diesen Systemen.

Die Übungen zum Fahrsicherheits-Training finden überwiegend bei relativ geringen Geschwindigkeiten, bis 50 km/h, teilweise sogar weniger als 30 km/h statt, durch die speziellen Fahrbahnbeläge werden jedoch höhere Geschwindigkeiten simuliert. Typische Anbieter dieser Fahrsicherheitstrainings sind der ADAC, die Verkehrswacht, der TÜV oder die Automobilhersteller wie BMW im BMW Fahrertraining, Porsche oder Volkswagen selbst. Auch das Motorrad Sicherheitstraining wird immer beliebter.

Wer gerne bei höheren Geschwindigkeiten trainieren will und/oder Motorsportbegeistert ist, für den gibt es Anbieter die beispielsweise über Eventanbieter wie Jochen Schweizer buchbar sind, die entsprechende Trainings auf Rennstrecken wie dem Sachsenring oder dem Nürburgring im Programm haben.

Fahrsicherheitstraining
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Eigenes oder fremdes Auto?

Die meisten Kurse werden für die Teilnahme mit dem eigenen Auto angeboten, einige Anbieter haben auch einen eigenen Fuhrpark oder bieten mit Unterstützung der Industrie Mietfahrzeuge an. Grundsätzlich wird jedoch empfohlen die Übungen mit dem eigenen, gewohnten Auto zu fahren, um im Alltag von dem erlernten zu profitieren. Ein anderes Auto kann anders reagieren als das eigene, insbesondere wenn es sich womöglich um ein anderes Fahrzeugkonzept handelt, wie zum Beispiel ein Auto mit Frontantrieb statt dem sonst gewohnten Hecktriebler.

Angst vor erhöhtem Verschleiß bei Teilnahme mit dem eigenen Auto ist in der Regel unbegründet, da die Fahrbahnen der modernen Fahrsicherheitszentren so beschaffen sind, das der Verschleiß nur minimal ist, manche Anbieter sprechen davon, das der Verschleiß dem einer normalen Fahrt über die Landstraße entspricht.

Die Fahrsicherheitszentren verfügen über Auslaufzonen, um das Risiko von Schäden gering zu halten. Vor der Teilnahme sollte sicherheitshalber die eigene Versicherung kontaktiert werden, ob sie mögliche Schäden bei der Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining übernehmen. Die meisten Versicherungen tun dies ohne Probleme. Es gibt jedoch Versicherungen, die jegliches Befahren von Rennstrecken ausschließen, andere wiederum verweigern den Versicherungsschutz nur bei Rundenzeitmessung, da sie es dann nicht als Sicherheitstraining betrachten, sondern als Rennen. Oftmals bieten die Betreiber der Fahrsicherheitstrainingsgelände über einen Drittanbieter gegen Aufpreis auch eine spezielle Vollkaskoversicherung für das Fahrtraining an.
 

Weitere Tipps und praktische Hinweise
  • Es wird empfohlen ein Fahrsicherheitstraining z.B. nach dem Kauf eines neuen Autos zu machen, damit man dies besser kennenlernt und es auch regelmäßig alle paar Jahre zu wiederholen.
  • Manche Versicherungen gewähren Absolventen eines Fahrsicherheitstrainings einen Rabatt, auch wenn dieser Punkt in den meisten Online-Versicherungsrechnern fehlt, kann es sich lohnen bei den KFZ-Versicherern nachzufragen .
  • Einige Berufsgenossenschaften beteiligen sich sogar direkt an den Kosten für ein Fahrsicherheitstraining.
  • Voraussetzung für die Anmeldung bei DriveNow-Carsharing ist derzeit ein Mindestalter von 21 Jahren und ein Führerscheinbesitz von mindestens einem Jahr. Bei Vorlage eines Fahrsicherheitstraining-Teilnahmezertifikats ist eine Anmeldung bereits vorher möglich


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