Pannenhilfe

Eine Panne kommt in der Regel unverhofft und im völlig unpassenden Moment. Damit Sie nicht ganz unvorbereitet getroffen werden, erhalten Sie hier einen Überblick über die im Fahrzeug vorhandene Grundausstattung, Abschleppdienste sowie weitere Tipps und praktische Hinweise für den Fall, dass man doch mal mit dem Wagen liegenbleibt.

Pannenhilfe Warndreieck
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Grundausstattung für die Autopanne

Im Falle einer Panne oder eines Unfalls ist es Vorschrift in Deutschland im Auto ein Warndreieck, einen Verbandskasten und eine Warnweste zu haben. Das Warndreieck sollte innerorts in einer Entfernung von 50 Metern, außerorts (Landstraße, Autobahn) ca. 200 Meter entfernt am Fahrbahnrand aufgestellt werden. Bei Kurven oder Kuppen sollte das Warndreieck davor platziert werden.

Der Inhalt des Verbandskastens muss seit 2014 der aktuellen Norm DIN 13164 entsprechen, übergangsweise darf auch noch die vorher gültige Norm verwendet werden. Der Verbandskasten hat ein Ablaufdatum, danach muss der Inhalt ersetzt werden. Das Ablaufdatum des Verbandskastens und die Vollständigkeit des Inhalts wird bei der TÜV-Prüfung kontrolliert.

Warnwesten kosten nur wenige Euro, daher wird empfohlen, nicht nur eine Warnweste im Auto zu haben wie in Deutschland vorgeschrieben, sondern für alle Fahrzeuginsassen. In vielen Ländern, wie z.B. dem Nachbarland Österreich ist es bereits Vorschrift und diese Vorschrift gilt auch für Ausländer. Die Warnweste sollte immer griffbereit im Innenraum liegen, damit sie vor Verlassen des PKW angezogen werden kann. Es bietet sich dafür die Unterbringung im Handschuhfach oder unter dem Sitz an.



Werkzeug

Während früher zur Ausstattung eines Autos umfangreiches Bordwerkzeug gehörte, so ist es heutzutage kaum noch gebräuchlich. Selbst ein Wagenheber und Radschlüssel werden oftmals nicht mehr mitgeliefert, wenn ein Fahrzeug kein Ersatzrad hat, sondern nur über ein Reifenpannenspray oder Runflatreifen verfügt. Dies erfolgt aus Kostengründen und um Gewicht zu sparen, außerdem ist die moderne Technik inzwischen so komplex, dass es kaum noch möglich ist ein Fahrzeug selbst zu reparieren, sondern der Weg in die Fachwerkstatt nötig ist.

Werkzeug
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Abschlepphaken

Um im Falle einer Panne das Auto möglichst schnell aus dem Gefahrenbereich zu entfernen, sollte man wissen, wo sich der Abschlepphaken befindet. Bei älteren Fahrzeugen ist er meist permanent montiert und daher direkt auf den ersten Blick zu sehen. Bei modernen PKWs ist er mittlerweile meistens, aus aerodynamischen Gründen, hinter einer Klappe versteckt oder befindet sich im Kofferraum und wird erst bei Bedarf eingeschraubt.
 

Pannen- und Abschleppdienste

Automobilclubs wie der ACE , ADAC, AvD , Mobil in Deutschland und andere bieten im Falle einer Panne Hilfe an. Üblicherweise werden verschiedene Pakete (z.B. fahrzeugbezogen, nur für das Mitglied oder Ehepartner, etc.) mit unterschiedlichem Umfang (z.B. nur in Deutschland, Europaweit, weltweit) angeboten, für die ein jährlicher Beitrag fällig wird unabhängig von der Nutzung. Die Mitarbeiter der Pannendienste sind speziell ausgebildete Kfz-Mechaniker und führen stets wichtige Ersatzteile, Batterien und Benzin mit sich, sowie auch modernste Diagnosegeräte zum Auslesen des Fehlerspeichers.

Sie probieren die Panne vor Ort zu beheben oder eine Weiterfahrt bis zur nächsten Werkstatt zu ermöglichen. Sollte dies nicht möglich sein, so organisieren sie einen Abschleppdienst. Während kleinere Reparaturen durch den Pannendienst abgedeckt sind, so müssen eventuelle Folgekosten für größere Arbeiten in der Fachwerkstatt separat gezahlt werden.

Über den sogenannten Schutzbrief bieten viele Versicherungen diese Leistungen ebenfalls für einen geringen Aufpreis im Rahmen der KFZ-Versicherung an. Solch ein Auto Schutzbrief ist oft günstiger als der Beitrag für einen Automobilclub, ist jedoch im Umfang ggf. auch eingeschränkt. Die meisten Versicherer haben dafür keinen eigenen Pannendienst, sondern beauftragen hierfür auch externe Dienstleister.

Bei Neufahrzeugen ist in der Fahrzeuggarantie oftmals gleich eine Mobilitätsgarantie mit ähnlichen Umfängen enthalten. Nur die wenigsten Fahrzeughersteller betreiben hierfür einen eigenen permanenten 24 Stunden Service wie es BMW mit seinem Servicemobil macht.

Abschleppwagen
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Notrufsäulen

Rund 16.000 Notrufsäulen stehen an den Autobahnen in Deutschland. Ein Pfeil auf den alle 50 Meter stehenden Leitpfosten weist den kürzesten Weg zur nächsten Säule. Seit 1999 landen die Nutzer beim Notruf der Autoversicherer, während vorher die jeweiligen Autobahnmeistereien zuständig waren. Durch die stark gestiegene Verbreitung von Mobiltelefonen hat jedoch die Nutzung der Notrufsäulen stark abgenommen.
 

Was ist zu tun im Falle einer Panne? Praktische Tipps…

Als erstes sollte man sich kurz sammeln und sich über die Situation bewusst werden. Unüberlegtes Aussteigen kann z.B. auf der Autobahn zur tödlichen Gefahr werden. Falls möglich, sollte das Fahrzeug bis zu einer Stelle gefahren werden, wo es sicher, d.h. außerhalb des fließenden Verkehrs, abgestellt werden kann. Vor dem Verlassen des Fahrzeugs sollte die Warnweste angezogen und die Stelle mit dem Warndreieck abgesichert werden. Anschließend muss Hilfe verständigt werden. Um den genauen Ort zu bestimmen, bieten die Pannendienste häufig eine App für das Smartphone an, mit dem die GPS-Koordinaten der Pannenstelle übermittelt werden können. Alle Insassen sollten das Fahrzeug verlassen und an einem sicheren Ort, auf der Autobahn hinter der Leitplanke, auf Hilfe warten.


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