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Autounfall - Entwicklungen und Trends

Laut der veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) ist in Deutschland die Zahl der Verkehrstoten seit dem „schwarzen Jahr 1970“, dem Jahrgang mit dem traurigen Rekord an 21.332 Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang, die Zahl der tödlich verunglückten Unfallopfer auf deutschen Straßen kontinuierlich zurückgegangen. 2013 war demnach mit 3.339 Todesfällen das Verkehrsjahr mit der geringsten Anzahl an Verkehrstoten in der Geschichte der Bundesrepublik – und das obwohl es sich mit 2,42 Millionen Straßenverkehrsunfällen auch gleichzeitig um das insgesamt unfallreichste Jahr handelte.




Es lässt sich in den vergangenen Jahren eine stetige Entwicklung auf Deutschlands Straßen erkennen: Die Zahl der Autounfälle nimmt insgesamt immer weiter zu und zwar in den letzten acht Jahren um fast neun Prozent (von 2,23 auf 2,42 Millionen), doch die Zahl der Todesopfer, die dabei gefordert werden, nimmt ab. Anders formuliert: Die deutschen Autofahrer sind hierzulande immer öfter in Unfälle verwickelt, doch immer seltener verlieren sie dabei ihr Leben. Der ADAC meint, dass sich der Rückgang der tödlich Verunglückten zumindest teilweise mit der zunehmend verbesserten Sicherheitstechnologie erklären lässt: Airbags, ABS und Seitenaufprallschutz gehören inzwischen zur serienmäßigen Standardausstattung der meisten Pkws und erfüllen meist auch zuverlässig ihren Zweck.

2014: Eine Trendwende?

Doch eine kürzlich vom Bundesamt veröffentlichte Meldung wies auch wieder alarmierende Zahlen hinsichtlich der Unfalltoten auf: Im ersten Halbjahr 2014 haben sich deutlich mehr (+ 9,5 %) tödliche Unfälle ereignet als im ersten Halbjahr 2013. Die im Vergleich zum Vorjahr sehr unterschiedlichen Witterungsbedingungen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 könnten dabei ein Faktor gewesen sein.



Die Schäden bleiben verheerend

Ungeachtet der bis zuletzt rückläufigen Todesquote bleibt der jährliche Schnitt an zusätzlichen Verletzten und Sachschäden eh weiterhin dramatisch hoch. So registriert die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) pro Jahr einen Schadenswert an Unfallkosten in Höhe von über 32 Milliarden Euro, der auf den deutschen Straßen zusammenkommt.

Der wirtschaftliche Schaden, den die Bundesrepublik durch Verkehrsunfälle hinnehmen muss, ist somit beträchtlich. Neben den direkten Kosten, die sich durch die Fahrzeug- und Sachschäden (pro Jahr 18 Milliarden Euro) sowie Personenschäden (13,5 Milliarden Euro für ambulante und stationäre Behandlungen der Verletzten) ergeben, entstehen zusätzlich auch noch indirekte Kosten, etwa durch den Arbeitsausfall der Unfallopfer oder eventuell durch Polizeiermittlungen und anschließende Prozesse vor Gericht. Einige dieser Summen dürften vor allem dem Steuerzahler zur Last fallen, während durch Verkehrsunfälle langfristig körperlich und/oder psychisch beeinträchtigte oder gar fortan komplett erwerbsunfähige und pflegebedürftige Personen eine weitere Folge und Belastung darstellen können.

Zwei besonders gefährdete (Alters-) Gruppen von Autofahrern

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen ebenfalls eindeutig, dass insbesondere zwei Gruppen unter den Autofahrern ganz erheblich unfallgefährdet sind: Die jungen und die älteren Autofahrer.




Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Den jungen Autofahrern mangelt es zunächst schlichtweg an Erfahrung. Diejenigen z.B., die gerade erst den Führerschein erlangt und somit überwiegend theoretisches Wissen gepaukt haben, konnten sich in der Praxis auf den Straßen noch nicht wirklich beweisen. Ihnen fehlt die Routine und Sicherheit beim Fahren, sie können Situationen noch nicht richtig einschätzen und begehen Anfängerfehler, aus denen sie erst noch zu lernen haben.

Junge Menschen gehen gerne auch mal feiern und unterschätzen dann leicht die Auswirkung von Alkohol auf ihre Fahrtüchtigkeit, was das Unfallrisiko erhöht. Darum ist bei ihnen die Unfallquote an Wochenenden höher als bei allen anderen Altersgruppen im Straßenverkehr. Des Weiteren sind Fahranfänger in Ihrem Alter oft mit einem günstigeren und älteren Gebrauchtwagen unterwegs, welcher dann nicht mehr den aktuellen technischen Standards entspricht und neuere, wichtige Sicherheitsausstattungen vermissen lässt. So sind Jugendliche im Notfall jedoch weniger gut geschützt.

Auf der anderen Seite des Spektrums befinden sich Fahrer insbesondere ab 75 Jahren, denen es zwar nicht an Erfahrung mangeln mag, aber denen zunehmend körperliche Defizite wie ihre schwindende Seh- /Hörfähigkeit oder das Reaktionsvermögen zu schaffen macht. Körperlich bedingt können diese Fahrzeugführer Schilder, Verkehrsteilnehmer um sich herum oder andere Objekte auf der Straße mit zunehmendem Alter nicht mehr rechtzeitig genug wahrnehmen und darum auch nicht mehr im entscheidenden Moment reagieren. Die Einschätzung von Situationen und Abständen fällt ihnen zunehmend schwerer, wodurch sie sich und andere Personen im Verkehr gefährden. Gerade in dieser Altersklasse ist es unabdingbar, sich kritisch zu hinterfragen und ggf. ärztlich untersuchen zu lassen, um sicherzustellen, dass die Verkehrstauglichkeit noch immer gewährleistet ist.

Der Beitrag von fahrerbewertung.de für weniger Unfälle

Der Fahrstil und das menschliche Fehlverhalten im Verkehr sind dem Statistischen Bundesamt zufolge immer noch mit Abstand die Unfallursache Nummer Eins. Angesichts dieser Erkenntnis erscheint es heute im Verkehr umso wichtiger und sinnvoller, Autofahrer für ihr vorbildliches Verkehrsverhalten zu loben oder im Falle einer Unachtsamkeit oder eines Vergehens zu ermahnen, um sie so dazu zu animieren, ihren Fahrstil weiter zu verbessern. Initiativen, die sich solch einer Zielsetzung verschrieben haben, haben sich bereits in anderen Ländern bewährt, wie umfangreiche Studien beweisen mit reduzierten Unfallraten von bis zu 36%.Auch in Deutschland stellt fahrerbewertung.de seit 2014 mithilfe des Webportals und den iOS und Android Apps Lösungsansätze zur Verfügung und möchte mit dem Appell für mehr Rücksicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr einen Beitrag dazu leisten, die Unfallstatistiken auch hierzulande zukünftig positiv zu beeinflussen.

Interessante Übersichten zu Unfallstatistiken:

Bundesamt für Statistik: Verkehrsunfälle 2013 & 2014
Der ADAC informiert über Verkehrs- und Unfallstatistiken
Deutscher Verkehrssicherheitsrat: Aktuelle Statistiken und Zahlen zu Verkehrsunfällen
Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Verkehrs- und Unfalldaten


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